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DIE WELT IST SCHÖN!

Malerei und Poesie
von Mirjam Moritz

8. Juli bis 11. August 2023


Im Skulpturengarten Werke von
Hans Georg Anniès, Paul Böckelmann, E.R.N.A., Konstanze Feindt Eißner,
Marion Hempel, Uwe Hempel, Bernhard Männel, Thomas Reichstein, Reinhard Pontius,
Miguel Sanoja, Frank Schauseil, Doreen Wolf, Wieland Richter


DIE WELT IST SCHÖN!

Malerei und Poesie von Mirjam Moritz

Mirjam Moritz

Die Beziehung zwischen Bild und Sprache – dem Bild und dem Wort – ist vielschichtig und facettenreich. Der griechische Philosoph Platon spricht von einem inneren Schreiben, wobei die Sprache als verbales und künstlerisches Mittel der Kommunikation Wissen und Erkenntnis mitunter sogar Einsicht vermitteln kann. Mirjam Moritz bedient sich beidem: dem Bild und dem geschriebenen Wort. Wir kennen uns schon länger, haben verschiedentlich zusammen ausgestellt und einmal mehr genügen einige neue Arbeiten und ein zauberhafter Text mit dem Titel „Im Kleinen und Ganzen“, um Sie noch vor den Sommerferien wissen zu lassen: „Die Welt ist schön!“

Lieselotte Rojas Sanoja
Juni 2023


Der Kritiker Heinz Weißflog sagt:
„Für Mirjam Moritz gibt es drei entscheidende Bereiche im Leben: Das sind Malen, Gärtnern und Kochen. Sie liebt die einfachen Dinge und haucht ihnen Leben ein. Erst in dieser Zusammenschau erscheint ein lebendiger Kosmos und wird zur reinen Poesie, die eine besondere Musikalität und einen feinen, nuancierten Klang in sich trägt.“.


Bei Mirjam Moritz heißt das mit eigenen Worten:

Im Kleinen und Ganzen

Mirjam Moritz: „Leiser Gedanke“, Mischtechnik Menschen suchen in der Kunst Größe: das große Format, das große Gefühl, den großen Künstler, die große Künstlerin, die große Ausstellung, die bedeutende Galerie, das noch nie Dagewesene.

Ich male Bilder so, wie ich Suppe koche. Da gibt es keinen Unterschied. Nicht den winzigsten. Nicht den allerkleinsten. Beides lebt von einem identischen Vorgehen und von derselben Freude am Tun. Sie werden das leugnen, ich weiß, dass Sie das tun werden. Doch Suppe kochen, auch Gärten pfl anzen, Bilder malen und lieben haben mehr miteinander zu tun als jeder sagt und denkt. Um Sie vollends zu verwirren, würde ich noch weiter gehen: Die Suppe kocht sich von selbst und das Bild malt sich auch von selbst, wenn ich es nur zulasse und das grundständige Vertrauen in die Dinge habe, die sich tun lassen wollen. Zufällig durch mich. Es ist ein Akt des Vertrauens und des Liebens. Und glauben Sie bloß nicht, dass ich dabei wichtig bin.

Es beginnt bei der Auswahl des Gemüses und der Farben, dem Schneiden und Verrühren der Zutaten, dem sanften Köcheln oder dem scharfen Anbraten, dem Kosten, Abschmecken und Verfeinern. All das ist freudvoll. Ein bisschen Erfahrung ist vielleicht nicht verkehrt, doch zu viel davon steht dem Eigentlichen im Weg. Jeder Moment ist frisch und neu.

Nun haben Sie als Betrachterin oder Betrachter leider das Eigentliche verpasst, doch das macht nichts und mit ein bisschen Glück, für Sie wie für mich, schmeckt Ihnen meine Suppe und enthält als nahrhafte Speise all jenes, was uns stärkt und verbindet, mich beim Machen und Sie beim Betrachten.

Mirjam Moritz
Juni 2023

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