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GRAPHIK – ZEICHNUNG – MALEREI

Gabriele Reichelt
Johanna Mittag
Mirjam Moritz

24. Oktober bis 13. Dezember 2020


Im Skulpturengarten Werke von
Hans Georg Anniès, Paul Böckelmann, E.R.NA., Konstanze Feindt Eißner,
Marion Hempel, Uwe Hempel, Bernhard Männel, Thomas Reichstein, Reinhard Pontius,
Miguel Sanoja, Frank Schauseil, Doreen Wolf, Wieland Richter


GRAPHIK – ZEICHNUNG – MALEREI
Gabriele Reichelt – Johanna Mittag – Mirjam Moritz

Gabriele Reichelt   Johanna Mittag   Mirjam Moritz
Gabriele Reichelt   Johanna Mittag   Mirjam Moritz · Webseite

Während der letzten 10 Jahre hat sich unsere Galerie einen Platz erobert, hier am Elbhang, zwischen der Schwebebahn und der schönen Loschwitzer Kirche. Mit Freude können wir feststellen, dass die Beziehung zwischen Künstler und Galerie stetig an Vertrauen und sogar an reiner Empathie gewonnen hat. Als logische Folgerung werden mir zunehmend Ausstellungen von kleinen Gruppen vorgeschlagen. Man kennt sich – man mag sich – man möchte zusammen ausstellen …

Für diese letzte Präsentation des Jahres stellen wir drei Künstlerinnen vor, deren Arbeiten unterschiedlicher nicht sein könnten, die aber neben der perfekten Beherrschung der jeweiligen Technik eines gemeinsam haben: die unvergleichliche Fähigkeit, mit relativ wenigen Mitteln und scheinbar mühelos ein ganzes Spektrum zu entfalten.

im Skulpturengarten   Gabriele Reichelt „Gasse in der Provence“, Mischtechnik
im Skulpturengarten   Gabriele Reichelt „Gasse in der Provence“, Mischtechnik

Für alle drei gilt ein Zitat des großen Leonardo da Vinci: „Die Zeichenkunst besitzt so außerordentliche Eigenschaften, dass sie nicht nur den Werken der Natur nachgeht, sondern unendlich viel mehr hervorbringen kann als die Natur selbst gemacht hat.“

Oder wie Gabriele Reichelt es ausdrückt: „Der Künstler sieht Dinge, die andere nicht sehen“. Gabi Reichelt ist eine überaus begabte Erzählerin und vermag die Komik einer Situation mit wenigen Linien ihrer Holz-und Linolschnitte zu erfassen. Die Polarität des Hell-Dunkel-Kontrastes ihrer Arbeiten erzeugt Spannung, Körperlichkeit und Raum. Gabi verzichtet bewusst auf Zwischentöne und doch ist ihre Formenstrenge voller Lebendigkeit.

Johanna Mittag „Begegnung“, Collage   Mirjam Moritz „Lang her II“, Monotypie, aquarelliert
Johanna Mittag
„Begegnung“, Collage
  Mirjam Moritz
„Lang her II“, Monotypie, aquarelliert · Foto: Annelie Brux

Johanna Mittag ist eine jener Ausnahmepersönlichkeiten, die zwei Disziplinen – Musik und Malerei – beherrschen. Im Laufe der letzten Jahre konnte ich mit großer Bewunderung eine immer deutlichere Experimentierfreude in ihrem Werk verzeichnen, aber auch den Mut zur Investigation über ihre eigenen Arbeiten. Ich war vollkommen überrascht, ja beeindruckt, als sie mir vor kurzem eine neue Serie vorstellte. Collagen, die all das, was ich von dieser Technik erwarte, erfüllten: Neue Strukturen entstehen, figürliche Fragmente entwickeln sich zu Vielschichtigkeit, zu Transparenz, zu Freiräumen der eigenen Fantasie… Mir schien es fast, als könne sie Objekte in Individuen verwandeln.

Wie auch ihre beiden Mitstreiterinnen bevorzugt Mirjam Moritz in dieser Ausstellung das kleine Format mit seinen Feinheiten und Raffinessen. Ihr Interesse konzentriert sich auf die unspektakulären Dinge des Alltags. Doch unter ihren Händen verwandeln sie sich zu etwas Neuem, zu einer Idee von Schönheit. Form vor Farbe, das ist ihr Prinzip, doch wenn die Komposition stimmt, kommt die Farbe ins Spiel. Auf die Frage, was sie sich für die Zukunft wünscht, antwortet sie: „Lebendigkeit und mit warmem Herzen schöpferisch bleiben zu können“.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Lieselotte Rojas Sanoja

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