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Von Licht- und Schattenseiten

Christoph Wischniowski

Zeichnung und Druckgraphik

16. Februar bis 22. März 2019


Im Skulpturengarten Werke von
Hans Georg Anniès, Paul Böckelmann, E.R.NA., Konstanze Feindt Eißner,
Marion Hempel, Uwe Hempel, Bernhard Männel, Thomas Reichstein,
Reinhard Pontius, Wieland Richter, Miguel Sanoja, Frank Schauseil, Doreen Wolf


VON LICHT- UND SCHATTENSEITEN |
Christoph Wischniowski

Christoph WischniowskiChristoph Wischniowski ist zurückhaltend, aber niemals indifferent – ganz im Gegenteil! Er setzt seine ganze Energie ein, um jede Facette des aktuellen zwischenmenschlichen Daseins zu beobachten. Versatzstücke aus Realität und Traum verbinden sich miteinander, sowohl zufällig als auch geplant. Sein Stil ist unverwechselbar. Melancholie existiert neben Komik, Anklage neben Akzeptanz. Die stets präsente Spannung in seinen Arbeiten wird durch sich gegenseitig bedingende Größen hervorgerufen, nicht durch unvereinbare Gegensätze. Diese deutliche Polarität gibt ihm einen Handlungsspielraum mit unendlichen Möglichkeiten. Jeder Aspekt unserer Welt hat seinen Gegensatz: kein Tag ohne Nacht, kein Heiß ohne Kalt, kein Hell ohne Dunkel, kein Licht ohne Schatten; was in seiner Ausschließlichkeit für Christoph Wischniowski auch eine tiefer gehende thematische Bedeutung hat, die er in seiner Arbeit bewusst zu reflektieren versucht.

Sowohl die Zeichnungen wie die Druckgraphik sind von narrativem Inhalt und der Bezug seiner Werke zu Symbolen, Mythen und Archetypen ist nur eine logische Folgerung. Die bildende Kunst hat von jeher aus dem Mythos geschöpft, denn gerade hier wird von dem komplexen Beziehungsgeflecht zwischen dem Selbst und dem Anderen erzählt, von der Schönheit und Unberechenbarkeit des Kosmos'.

„bad education“, Tusche auf Papier, 40 x 28 cm, 2012„in the flowers“, Ätzradierung, 21 x 16 cm, 2017

Es heißt ja „art reflects life“ und so kann man auch im Werk von Christoph Wischniowski deutlich die Spuren seiner persönlichen Erfahrungen und Lebensumstände sehen. Er wird 1974 in Dresden geboren, zur Zeit des Eisernen Vorhanges und entstammt in vierter Generation einer Künstlerfamilie. Den elterlichen Weisungen folgend, erlernt er zuerst einen Handwerkerberuf, arbeitet im Baugewerbe und restauriert Wandmalereien. Doch die Berufung zur Kunst ist stärker. Während seines Studiums an der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle, wird ihm ein Studienaufenthalt in Mexiko zuerkannt. Im Frühling 1999 landet er in dieser neuen Welt, deren kulturelle Vielfalt und Einzigartigkeit ihresgleichen sucht. Der 8-jährige Aufenthalt in diesem faszinierenden Land ist für seine künstlerische Entwicklung prägend. Er arbeitet in der „Academía de San Carlos“ in Mexico-City im Atelier für „Tiefdruck in Farbe“ und unterrichtet danach mehrere Jahre an der Humboldtschule, ebenfalls in der Hauptstadt des Landes.

Es fällt auf, mit welcher Leichtigkeit Wischniowski die vielfältigen Einflüsse, sowohl der mexikanischen Vergangenheit wie des turbulenten Zeitgeschehens, assimiliert. In seinen stets gut durchdachten, technisch einwandfrei ausgeführten Arbeiten wird das Übersinnliche, Rätselhafte, Geheimnisvolle in eine alltägliche Erfahrungswelt integriert. Er schafft einen Zugang zu der Welt hinter den Dingen, stets auf der Suche nach dem großen, allgemeingültigen Daseinsphänomen. Die Arbeiten gleichen einer Pilgerreise in Traum- und Gedankenwelten. Sie wollen nicht nur betrachtet werden, man muss sie auch entdecken …

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Lieselotte Rojas Sanoja

Triptychon „burbujas“, Tusche auf Papier, 212 x 90 cm, 2018

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